Historie Kalköfen
der Hochofen
30.01.2006 - 14:58

der Hochofen


erbaut im Jahre 1889.
Wie bei allen Hochöfen, erfolgte hier eine durchgehende Beschickung mit Kalk. Vor dem Anblasen wurde der Ofen von unten her zuerst mit Holz angefüllt. Anschließend wurde der Kalkstein über die Feuerungslöcher im Obergeschoß gepackt. Nach erfolgtem Anblasen wurde ununterbrochen Kalkstein durch die Beschickungs- öffnung im oberen Teil des Ofens nachgefüllt. Auf Loren wurde der Kalkstein über Gleise an den Ofen gebracht und ein vorhandener Aufzug kippte den Kalkstein nach oben. Der gebrannte Kalkstein fiel dann nach unten ins Erdgeschoß. Nach 4 tägiger Brenndauer wurde er in einen Schuppen gebracht und anschließend verkauft.
Der Hochofen wurde immer im Frühjahr angeblasen und brannte dann ununterbrochen bis zum Herbst.
Bis 1913 wurde o.g. Aufzug mit einer Handwinde betrieben, die dann aber elektrisch betrieben wurde. Als Brennmaterial diente wie beim Setzofen Briketts, Steinkohle, Braunkohle und Anthrazit. Für eine Schicht Kalkstein wurde ca. 24 Zentner Kohle gebraucht. Bei Zuführung von 20 Tonnen Kalkstein gewann man ca 5 Tonnen gebrannten Kalk.
Ab 1926 wurde die Kalkbrennerei unrentabel und schließlich ganz eingestellt.


hafenpaddler


gedruckt am 11.12.2017 - 06:30
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